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Archive for the ‘Senioren aktiv im Internet’ Category

Damit Octopus richtig arbeiten kann, braucht er „Zulieferer“, in unserem Fall die unten aufgezeigten Teile. Fast wie im richtigen Leben: alles ist mit allem verbunden, sonst funktioniert es nicht. Das USB – Kabel wird am PC eingesteckt, die kleinen Steckerchen von Octopus, Anzeige und Sensor kommen in den winzigen USB-Hub. Das ist in unserem Fall alles, was an Hardware zum Einsatz kommt.

Jetzt brauche ich aber noch die geeignete Software um meinem Octopus zum Reden zu bringen. Für Laien ist die notwendige Programmiersprache natürlich nicht geeignet und da kommt nun das Programm Arduino zum Einsatz.

Links sind die verschiedenen optische Programmiermöglichkeiten als farbige Tabs dargestellt. Rechts als Beispiel die fertige Programmiersprache für meine Leuchtdioden nach dem Upload auf Octopus.

In einem nächsten Beitrag werde ich versuchen, darzustellen,wie das alles funktioniert und das es sich hier nicht um Hexenwerk handelt, sondern um eine, auch für Laien, durchaus erlernbare Technik geht!

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Das ganze ICH WILL kann nicht funktionieren ohne ICH WILL LERNEN. Und zwar viel und schnell.

Hinter allem Lernen stehen aber zunächst Institutionen und Menschen, die das nötige Wissen mit Kompetenz vermitteln können. Im SLO habe ich schon vor Jahren die perfekte „Lehrgastgeber“ kennengelernt und durfte an einigen Projekten im In- und Ausland teilnehmen. Jetzt also am neuen Projekt von Erasmus +. Auf der Webseite von SLO wird die Teilnahme an diesem Projekt ausführlich beschrieben, deshalb werde ich diesen Vorgang überspringen.

Ich beschäftigte mich also zunächst mit den verwaltungstechnischen Einzelheiten. Ich lernte das Verwaltungstool TRELLO und die Teamarbeits- Plattform SLACK kennen. Beides völlig neu und gewöhnungsbedürftig für mich, aber für die Zusammenarbeit im Team unverzichtbar.

Und nun kommen langsam Arduino und Octopus ins Spiel! Die Lernplatine Octopus habe ich im vorigen Beitrag schon vorgestellt. Aber bevor Octopus blinken oder andere Aufgaben erfüllen kann, muss er PROGRAMMIERT werden. Und damit fängt das richtige Lernen an!

Übrigens war ich ganz kühn und habe Octopus jetzt so programmiert, dass er in Rot/Weiß/Blau – die Farben der Flagge meines Heimatlandes Niederlande- blinkt. (Schwarz/Rot/Gold stand leider nicht zur Verfügung)

Über die weiteren Schritte in diesem Lernprozess werde ich in den nächsten Beiträgen ausführlicher erzählen…..

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Bevor ich zum obigen Thema Oktopus und Arduino komme, möchte ich dazu eine kleine Geschichte erzählen.

Im Meer lebte einst ein Delphin, der mehr wollte als nur herumschwimmen. Er wollte so gern mal wie ein Vogel fliegen können. Immer wieder rief er den Vögeln zu : bitte, bringt mir doch das Fliegen bei, ich möchte so gerne auch mal fliegen.

Eines Tages hatte ein Vogel Mitleid mit dem armen Delphin und sagte : warte, ich hole mal die Eule, die ist weise und hat vielleicht einen guten Rat für dich.

Die Weise Eule kam angeflogen und der Delphin erzählte ihr : ich möchte so gerne einmal fliegen, so frei wie die Vögel in der Luft. Da sagte die Eule zu ihr: du solltest nicht sagen,du möchtest, du sollst sagen : ICH WILL. Schlage mit deinen Flossen so gut du kannst und rufst laut dazu : ICH WILL, ICH WILL!

Zerst dachte der Delphin : ich mit meinen Flossen schlagen? Das wird doch nie was! Aber dann dachte er : ein Versuch ist es ja wert und schlug heftigst mit den Flossen und rief ganz laut: ICH WILL, ICH WILL und plötzlich erhob sich er sich und flog und flog und war glücklich wie noch nie in seinem Leben!

Und nun meine eigene ICH WILL Geschichte

Seit vielen Jahren bin ich Teil einer kleinen, aber sehr aktiven Seniorengruppe https://senioren-lernen-online.de/

Jetzt wurde dort ein neues Projekt ins Leben gerufen. (Näheres dazu in einem nächsten Blogbeitrag). Die Teilnehmer sollen in einem Workshop programmieren lernen und mit dem Wissen anschließend eine CO 2 Ampel zum Einsatz bringen können.

Na ja, ich und programmieren! Komplizierte Tastaturbefehle habe ich mir noch nie merken können. In einem ersten Schritt sollten wir auf einer Platine Neopixel zum Leuchten bringen und dazu noch abwechselnd in rot und grün!

Ich möchte das natürlich auch können, aber empfand mich als völlig ungeeignet, bis mir der Spruch der Weisen Eule in den Sinn kam: ICH WILL!

Und das obige Video beweist: ICH WILL macht Vieles möglich!

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Das Staatstheater Nürnberg beschreitet neue Wege. Es wendet sich mit einem Kurznachrichtentheater ans Publikum. Kurznachrichten versendet man heutzutage z.B. mit Signal , Telegram, Threema, oder Whatsapp .

Das Staatstheater wählte aus mehreren, auch dramaturgischen Erwägungen, Telegram. Zu diesem Ereignis konnte ich mich online anmelden und bekam eine genaue Beschreibung, wie man vorgehen muss um dieses besondere Event in Telegram verfolgen zu können.

Zur Aufführung kommt Macbeth von William Shakespeare in Form eines Chats. Eingebunden sind außerdem Audios und YouTube Videos; diese Inhalte sind natürlich vorher produziert worden.

Macbeth und andere Protagonisten wie Lady Macbeth, Banquo und Macduff schreiben sich Kurznachrichten. Aber nicht nur das: Macbeth nimmt Videos auf vom Mord an Banquo und der Familie von Mac Duff und veröffentlicht sie direkt im Chat. Von Macbeth angestiftete Mörder haben ihren Auftritt. Auch Lady Macbeth hat Video- und Audio Sequenzen; sie zeigt sich im Badezimmer, wie sie versucht, sich das imaginäre Blut ihrer Schuld von den Händen zu schrubben und dabei wahnsinnig wird. Und last but least sehen wir Macduff, wie er seine Familie rächt und Macbeth tötet. Zeitweise also eine recht blutige Angelegenheit.

Die deutsche Ubersetzung des Dramas von Shakespeare ist von Angela Schalenec und zeitweise in Leichter Sprache – Chats also nachempfunden, mitsamt Schreibfehler und emojis – aber in den Videos hört man eindeutig Shakespeares Sprache.

Die Aufführung dauert anderthalb Stunden und ist spannend bis zuletzt! (Meine Meinung).

Am 27. April 2021 wird das Stück noch mal „aufgeführt“. Ob noch weitere Aufführungen geplant werden können ist unklar.

Drei Voraussetzungen sollte man m.E. beim Schauen mitbringen: Offenheit für eine neue Kunstform, Spaß daran, Künstler beim chatten und agieren zuzusehen und vielleicht vorher in Wikipedia nachschauen, um was es bei Macbeth geht.

Auch sehr empfehlenswert der You Tubekanal: Digitaler Fundus des Staatstheaters. Weitere Infos Staatstheater Nürnberg

Soweit mein spannender Ausflug in die Welt der Kunst und der künstlerischen Möglichkeiten in diesen schwierigen Zeiten!

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März 2020. Szene in einem Supermarkt. Mein Einkauf liegt auf dem Band, hinter mir 3 weitere Kunden. Eine Frau steht etwas zögernd neben mir und ich sage zu ihr: „die Schlange ist aber hinten“. Plötzlich dreht sich ein junger Mann zu mir um und sagt: „das klang aber gar nicht nett“. Ich war mir aber keinerlei Schuld bewusst und fand die Bemerkung schon etwas abseitig. Andererseits bin ich ein kommunikativer Mensch und gehe solchen Sachen gerne auf den Grund. Also fragte ich: „was meinen Sie denn damit, ich war doch gar nicht unfreundlich.“

Darauf sagte er: „kennen Sie das Prinzip der 4 Ohren? “ Prinzip der 4 Ohren? Das war mir nun wirklich völlig fremd. Als ich bezahlt hatte, stand der junge Mann noch da und wir kamen ins Gespräch. In aller Kürze erklärte er mir dann das Prinzip.

Unsere 4 Kommunikations Ohren

Der Psychologe Schulz von Thun hat es als Kommunikationsmodel entworfen. Es beinhaltet die Ansicht, dass jede Kommunikation 4 Aspekte hat. Hier wird dieses Model ausführlich besprochen, das Ganze im Blog zu erklären, sprengt leider den Rahmen meines Blogs.

Heute geht es mir um die Begegnung an sich. Ach, dachte ich, ein sympathischer junger Mann, Mitte 30, intelligent, etwas alternativ, nett. Am Ende des Gesprächs, so wirklich zwischen Tür und Angel im Supermarkt gab er uns – mein Mann war dabei – seine Telefonnummer.

Nach einigem Zögern habe ich ihn dann doch mal angerufen und seitdem stehen wir ganz regelmäßig in Verbindung, per Telefon oder online.  Er ist eindeutig „ein Kind seiner Zeit“, was ich faszinierend finde, weil ich altersbedingt natürlich nicht so viel Kontakt zu jungen Menschen habe.  Durch ihn habe ich Verschiedenes im Internet neu zu sehen gelernt. Er sammelt regelmäßig Müll ein, macht Filme und Podcasts, ist auf You Tube sehr aktiv, häkelt nebenbei ganze Outfits, und regt Menschen zum Nachdenken an.  Ein Weltverbesserer im besten Sinne des Wortes. Und so jemand wie Alex Cio lerne ich im Supermarkt kennen!

Und warum schreibe ich das jetzt? Weil ich damit sagen will, dass man auch im höheren und hohen Alter flexibel bleiben kann und die Neuerungen unserer aufregenden Zeit aufmerksam und voreingenommen verfolgen sollte. Das Internet wird oft – und oft zurecht- verurteilt, aber es gibt auch unglaublich viel Schönes zu entdecken.

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