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Posts Tagged ‘Lernen’

Am Schluß dieses Workshops stand  noch eine interessante Aufgabe, nämlich eine adäquate „Behausung“ für die einzelnen Teile des Sensors zu entwerfen. Dazu fühlte ich mich zunächst nicht imstande und wählte die einfachste Form der Darstellung:  einen Bilderrahmen. Etwas verschönert mit einer romantischen Gartenszene sieht das Ganze ganz ansprechend aus.

Fertige CO2 Ampel in Bilderrahmen
CO2 Sensor in Bilderrahmen

Jetzt habe ich mich aber etwas mehr mit dem Hintergrund unseres Workshops beschäftigt. Warum verwenden wir jetzt vermehrt Sensoren wie diese? Warum finden wir es wichtig, mehr und länger zu lüften? Die Antwort liegt auf der Hand: durch Covid-19 sind wir sensibler geworden, wie wir mit dem CO2 Ausstoß umgehen und wie wichtig regelmäßiges Lüften ist.

Und weil ich immer mehr über diese Fragen nachdachte, kam mir vor einigen Wochen der Mythos um „Die Büchse der Pandora“ in den Sinn. In aller Kürze sagt dieser Mythos Folgendes: Zeus läßt aus Lehm die erste Frau erschaffen – als Teil der Strafe für die Menschheit – (wohlgemerkt also nur „Herren der Schöpfung“ bis dahin) – weil Prometheus, aus Liebe zu den Menschen, den Göttern das Feuer gestohlen hat. Zeus verheiratet aus Bosheit Pandora mit einem Bruder des Prometheus und gibt ihr als zusätzliche Rache eine Büchse mit, die sie nie öffnen darf.

Nun kommt es, wie es kommen muß. Die Frauen sind an allem Schuld….aber das wissen wir bereits; auch Eva war zu neugierig. Also, Pandora öffnet natürlich die Büchse und damit kommt alles Böse in die Welt: Arbeit,  Krankheit und der Tod.

Irgendwo in der Büchse ist aber auch die Hoffnung versteckt. Nur leider streiten sich die Gelehrten darüber, ob sie eingesperrt bleibt, oder ob Zeus doch noch einen Funken Empathie für seine Geschöpfe empfindet und als kleines Trostpflaster sich die Hoffnung ausgedacht hat. Wir wissen es nicht. Aber ich will das sehr gerne glauben.

Diese Vorstellung einer Büchse aus der Böses, aber auch Hoffnung  entweicht, brachte mich auf eine Idee!

Als die Pandemie das Tragen von FFP 2 Masken erforderlich machte, habe ich die mitgelieferten Klammern aufbewahrt, weil ich wußte, irgendwas werde ich damit machen und nun kam die Gelegenheit, sie zu verwenden.  Die Grundlage meines Designs ist eine Spanschachtel.

Zweiteilige Spanschachtel, rot bemalt
Entwurf Idee

Rot angemalt verkörpert sie das Virus. Aber es gibt Hoffnung und Hilfe , denn es gibt Masken und Impfungen. Die Klammern stellen dar, dass wir mit Hilfe von Wissenschaft und Technik die Krankheit besiegen werden, deshalb habe ich auch einige „Perlen der Hoffnung “ hinzugefügt.

Im oberen Teil versteckt sich die Octopusplatine, im unteren Teil die beleuchtete Anzeige für CO2, Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Der fertige Entwurf

Zuletzt noch den Rahmen. Damit drücke ich die Hoffnung aus, das der Inhalt dieser besonderen „Büchse der Pandora“ durch Verwendung der ihr jetzt mitgegebenen Sensoren seinen Schrecken verlieren wird. Wissenschaft zusammen mit Technik und menschlicher Vernunft können das schaffen.

Mein persönliches Fazit: seit ich diese Sensoren verwende, wird viel öfter gelüftet. Grün ist eine schöne Farbe!

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Kleines Gerät zeigt Temperatur,  CO2 und Luft Daten an
Fertige Anzeige von Temperatur, CO2 und Luftfeuchtigkeit

Nun gibt es zusätzlich zur CO2 Ausgabe durch Blinken auf dem Octopus noch eine interessante Erweiterung dazu:  das Grove LCD Modul!

Wie man hier gut sehen kann,  gibt es auf diesem Modul eine Anzeige für Temperatur, CO2 und Luftfeuchtigkeit, was natürlich extrem praktisch ist, wenn man eine schnelle Übersicht über die Raumqualität haben will.  Aber wie funktioniert das nun?

Als Erstes stöpselte ich das  Zusatzgerät mit dem dazugehörenden Kabel in den winzigen USB-Hub ein. Aber wie immer:  ohne Fleiß kein Preis. Also brauchte ich wieder mein Ardublock im Arduinoprogramm um Octopus mitzuteilen, dass weitere Arbeit auf ihn zukommt.

Das war eine kniffelige Sache, was die logische Umsetzung betrifft, aber glücklicherweise gab es wieder etwas Hilfe bei der Programmierung, denn leider wurden hier merkwürdige Abfragen wie x und y Achsen verwendet. Davon habe ich nun wirklich keine Ahnung gehabt, aber schau an, sogar das konnte ich lernen.

Anzeige vom erfordeelichen Programmteil der Arduinoumgebung
Grove LCD

Dieses Grove LCD Interface (Interface: so nennt man die Erweiterungen für den Octopus)  mußte ich natürlich 3x nacheinander im Programm einfügen,  damit die Daten in der richtigen Reihenfolge – und auf der richtigen Achse nicht zu vergessen – übertragen und dargestellt werden können. Hier war also wieder heftiges learning bei doing angesagt. Nun hatte ich aber schon so viel Erfahrung mit dem Programm, dass ich nicht mehr jedes Mal in Panik ausbrach, wenn es zum xten Mal nicht klappte!

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ich bin sehr glücklich, auch diese Hürde geschafft zu haben.

In der 5. und letzten Aufgabe habe ich dann noch gelernt,  wie man das alles auch noch per WLAN verwenden kann, das erfolgt dann im letzten Teil dieser Geschichte über meinen Ausflug in die Welt von Logik und Technik.

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Jetzt bekommen die schon in der 1. Aufgabe vorgestellten Neopixel eine neue Funktion. Sie sollen den CO2 Wert anhand der 3 Farben Grün (Wert in Ordnung), Gelb ( Wert grenzwertig) oder Rot (unbedingt lüften) darstellen.

Dafür brauche ich in der Kontrollstruktur einen neuen Befehl. Der lautet:  falls/sonst und hat folgende Unterstruktur: teste…. dann…. sonst.

Jetzt können die Neopixel leuchten

Aber damit nicht genug. Der Sensirion muss ja wissen, ab welchem Wert unser Octopus grün, gelb oder rot leuchten soll. Dafür brauche ich die Option Logische Operatoren, damit das Programm definieren kann,  wann die Pixel umschalten sollen auf gelb bzw. rot.

Ardublock-Optionen

Hier brauchte ich also den Befehl “ kleiner als“  < oder „größer als“  >. Und da gab es viele Irritationen, die ich nur durch probieren,  probieren,  probieren überwinden konnte.

Wenn also getestet wird:  CO2 „KLEINER  < als 1000 ppm“ sollen die Pixel rechts und links GRÜN leuchten.

Bei Überschreiten des festgelegten Werts, in diesem Fall 2000 ppm sollen die Neopixel ROT leuchten. Dafür brauche ich dann den Befehl CO2 GRÖSSER > als 2000 ppm.

Nun aber sollen im Zwischenbereich ( also zwischen 1000 und 2000 ppm) die Sensoren noch GELB leuchten.

Das in der Logik selber zu begreifen, hat viele Stunden gekostet, weil ich so zu denken und zu überlegen nicht gelernt habe. Doch zuletzt habe ich die Lösung gefunden: wenn ich GRÜN und ROT definiert habe, KANN GELB nur mit „Sonst“ definiert sein.

Serial print war in der 2. Aufgabe schon ein wichtiges Thema, daran konnte die Übertragung nicht mehr scheitern. Aber etwas konnte ich dann doch noch hinzufügen, damit der Monitor die Daten nicht so rasend schnell durchlaufen läßt. In den Kontrollstrukturen gibt es den Befehl: Warte….. Millisekunden. Hier habe ich die Variable 5000 eingegeben, also 5 Sekunden. Das hat sich sehr bewährt.

Und so glaube ich die 3. Aufgabe ordentlich gelöst zu haben. Mit all diesem neu erworbenen Wissen bin ich davon überzeugt, auch die 4. Aufgabe in absehbarer Zeit bewältigen zu können.

Hören statt lesen geht auch

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Das ganze ICH WILL kann nicht funktionieren ohne ICH WILL LERNEN. Und zwar viel und schnell.

Hinter allem Lernen stehen aber zunächst Institutionen und Menschen, die das nötige Wissen mit Kompetenz vermitteln können. Im SLO habe ich schon vor Jahren die perfekte „Lehrgastgeber“ kennengelernt und durfte an einigen Projekten im In- und Ausland teilnehmen. Jetzt also am neuen Projekt von Erasmus +. Auf der Webseite von SLO wird die Teilnahme an diesem Projekt ausführlich beschrieben, deshalb werde ich diesen Vorgang überspringen.

Ich beschäftigte mich also zunächst mit den verwaltungstechnischen Einzelheiten. Ich lernte das Verwaltungstool TRELLO und die Teamarbeits- Plattform SLACK kennen. Beides völlig neu und gewöhnungsbedürftig für mich, aber für die Zusammenarbeit im Team unverzichtbar.

Und nun kommen langsam Arduino und Octopus ins Spiel! Die Lernplatine Octopus habe ich im vorigen Beitrag schon vorgestellt. Aber bevor Octopus blinken oder andere Aufgaben erfüllen kann, muss er PROGRAMMIERT werden. Und damit fängt das richtige Lernen an!

Übrigens war ich ganz kühn und habe Octopus jetzt so programmiert, dass er in Rot/Weiß/Blau – die Farben der Flagge meines Heimatlandes Niederlande- blinkt. (Schwarz/Rot/Gold stand leider nicht zur Verfügung)

Über die weiteren Schritte in diesem Lernprozess werde ich in den nächsten Beiträgen ausführlicher erzählen…..

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Bevor ich zum obigen Thema Oktopus und Arduino komme, möchte ich dazu eine kleine Geschichte erzählen.

Im Meer lebte einst ein Delphin, der mehr wollte als nur herumschwimmen. Er wollte so gern mal wie ein Vogel fliegen können. Immer wieder rief er den Vögeln zu : bitte, bringt mir doch das Fliegen bei, ich möchte so gerne auch mal fliegen.

Eines Tages hatte ein Vogel Mitleid mit dem armen Delphin und sagte : warte, ich hole mal die Eule, die ist weise und hat vielleicht einen guten Rat für dich.

Die Weise Eule kam angeflogen und der Delphin erzählte ihr : ich möchte so gerne einmal fliegen, so frei wie die Vögel in der Luft. Da sagte die Eule zu ihm: du solltest nicht sagen,du möchtest, du sollst sagen : ICH WILL. Schlage mit deinen Flossen so gut du kannst und rufst laut dazu : ICH WILL, ICH WILL!

Zerst dachte der Delphin : ich mit meinen Flossen schlagen? Das wird doch nie was! Aber dann dachte er : ein Versuch ist es ja wert und schlug heftigst mit den Flossen und rief ganz laut: ICH WILL, ICH WILL und plötzlich erhob sich er sich und flog und flog und war glücklich wie noch nie in seinem Leben!

Und nun meine eigene ICH WILL Geschichte

Seit vielen Jahren bin ich Teil einer kleinen, aber sehr aktiven Seniorengruppe https://senioren-lernen-online.de/

Jetzt wurde dort ein neues Projekt ins Leben gerufen. (Näheres dazu in einem nächsten Blogbeitrag). Die Teilnehmer sollen in einem Workshop programmieren lernen und mit dem Wissen anschließend eine CO 2 Ampel zum Einsatz bringen können.

Na ja, ich und programmieren! Komplizierte Tastaturbefehle habe ich mir noch nie merken können. In einem ersten Schritt sollten wir auf einer Platine Neopixel zum Leuchten bringen und dazu noch abwechselnd in rot und grün!

Ich möchte das natürlich auch können, aber empfand mich als völlig ungeeignet, bis mir der Spruch der Weisen Eule in den Sinn kam: ICH WILL!

Und das obige Video beweist: ICH WILL macht Vieles möglich!

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